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Reibungsloser Start der FIFA WM 2006™

Seit vergangenem Freitag rollt der Ball, in den ersten acht WM-Stadien fanden Spiele der Fußballweltmeisterschaft statt. Die Bilder fröhlicher Menschen und leidenschaftlicher Fans gehen seither um die Welt. Rechtzeitig zum Sportereignis des Jahres stehen auch die Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde des ÖPNV mit gut trainierten Mannschaften bereit. Busse und Bahnen sind hierbei besonders wichtige Dienstleister des Sports, denn gerade die vielen ausländischen Besucher verfügen in vielen Fällen nicht über die Möglichkeit der Anreise mit dem PKW. Zudem ist es Ziel der FIFA, dass 50 Prozent der Stadienbesucher mit Bussen und Bahnen anreisen, um das umweltorientierte Ziel des „Green Goal™“ zu realisieren. Vor allem stehen in den meisten der zwölf WM-Städten nicht genügend Parkplätze zur Verfügung, wenn nicht mindestens 50 Prozent der Besucher umweltfreundliche Verkehrsmittel wählen. Dies hat das Fraunhofer-Institut in einer Studie für den VDV ermittelt. Sie können die Studie hier zum Download finden.

Nun ist die Frage interessant, ob der deutsche ÖPNV das erste Heimspiel in der Leistungsschau FIFA WM 2006™ gewonnen hat. Ein Blick durch die Republik zeigt erfreuliches: Keine Hektik, keine Staus, viel Entspannung mit Bussen und Bahnen. Auf den ersten Blick fällt die lockere Stimmung auf, die nicht durch hektisches Suchen nach dem richtigen Weg getrübt wird. In den WM-Städten stimmt die Ausschilderung. Zudem sind die Info-Angebote der Verkehrsunternehmen und Verbünde in den Bahnhöfen und an wichtigen Haltestellen gut platziert. In Köln zum Beispiel ließen sich durchgehend „weiterbringende“ Gespräche zwischen Fans und Servicemitarbeitern der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) beobachten. Richtig zugelegt haben die Verkehrsunternehmen mit Sonderfahrten. Die Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG) zum Beispiel schickte pünktlich zum Eröffnungsspiel im WM-Stadion München 18 neue U-Bahn-Züge und 11 neue Gelenkbusse ins Netz. Mit 60.000 Besuchern des Eröffnungsspiels fand hier der Höhepunkt der ersten WM-Tage statt. Auch in anderen WM-Städten wie Hamburg, Gelsenkirchen und Leipzig bestimmten zahlreiche Sonderfahrten das Bild. Als besonderes Erlebnis beschreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Fahrt ins Münchener WM-Stadion: „Kabarett im Untergrund“ habe ein U-Bahn-Fahrer zelebriert, sich das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ zu eigen gemacht. Mit flotten Sprüchen habe er die zwanzigminütige Fahrt vom Marienplatz heiter gestaltet. Und Münchens Oberbürgermeister Christian begrüßte über Lautsprecheransage in deutsch und englisch die Fahrgäste von Bussen und Bahnen persönlich.

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